Mittwoch, 30. Mai 2012

Karriereplanung




Ich pfeife auf die Chirurgie und habe ein neues Karriereziel: wenn ich gross bin, möchte ich bitte ärztlicher Direktor im Café Hexenschuss werden. Allerdings nur, wenn sie dort auch Donauwelle anbieten!

Sonntag, 27. Mai 2012

Life is what happens while you´re busy making other plans...

Dieses Pfingstwochenende hat es in sich!
Geplant hatten wir eigentlich, einen 40. und einen 61. Geburtstag zu feiern und es uns ansonsten einfach nur gut gehen zu lassen. 
Als Bonusmaterial bekommen haben wir einen verstorbenen Grossvater und eine Sommergrippe beim Lieblingsbasler (die auch, weil vor einer Woche von einer Zecke gebissen und ungeimpft, eine FSME sein könnte). So umsorge ich nun mein Glühwürmchen, zwinge es ausreichend zu trinken und überprüfe ständig auf Meningismus (den er zum Glück bisher überhaupt nicht hat). 
Hmpf.

Dienstag, 8. Mai 2012

Kryptik am Abend

Falls Sie morgen zufällig ein paar Daumen übrig haben, können Sie die gerne für mich drücken. Warum kann ich leider noch nicht sagen, denn hier ist immer noch nix in trockenen Tüchern, und über ungelegte Eier bloggt es sich so schlecht. 
Aber bald wird es hier wieder unkryptisch. Hoffentlich. 

Mittwoch, 2. Mai 2012

Leseempfehlung!


Bishop´s Lacey, 1950. Flavia de Luce ist 11 Jahre alt und lebt mit ihrem Vater und ihren beiden älteren Schwestern auf Buckshaw, dem alten Herrenhaus ihrer Familie. Flavias grosse Liebe ist die Chemie, und mindestens genauso gerne steckt sie ihre Nase in Dinge, die sie eigentlich nichts angehen. Mit Gladys, ihrem klapprigen Fahrrad, streunt sie nach Herzenslust durch das Dorf und kennt alle und jeden. Nebenbei liefert sie sich einen niemals endenden Kleinkrieg mit ihren beiden Schwestern Daphne und Ophelia. 
Als der Puppenspieler Rupert Porson während einer Vorstellung tot auf die Bühne stürzt, ist Flavia gleich klar: das war Mord! Auf die ihr eigene nervige und altkluge Art nimmt sie die Ermittlungen auf und hat am Ende nicht nur einen, sondern gleich zwei Todesfälle aufgeklärt.

Für alle, die skurrile Figuren und englischen Humor mögen, ist dieser Roman von Alan Bradley ein ganz phantastisches Buch. Flavia ist intelligent, altklug und manchmal sehr berechnend. Sie hat eine ziemlich morbide Ader, und wenn nicht ab und zu ihre verletzliche, kindliche Seite durchschimmern würde, fände ich sie wohl ziemlich ätzend. So finde ich sie einfach prima. Sie erinnert mich stark an eine junge Miss Marple. Dazu trägt vermutlich auch das Setting in einem kleinen englischen Dorf bei.
Unbedingt empfehlen möchte ich auch den ersten Band Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet. Den ersten Band musste ich alleine wegen des skurrilen Titels lesen, und ich wurde nicht enttäuscht!

Dienstag, 1. Mai 2012

Nostalgische Anwandlungen

Heute bin ich ein wenig nostalgisch.
Weil der 1. Mai ist und weil ich mich daran erinnert habe, wie das früher so war, als ich noch klein war. Wie am Abend vor dem ersten Mai alle Kinder ganz aufgeregt waren und in Gruppen durch das Dorf zogen. Wie wir es gar nicht abwarten konnten, bis es endlich wenigstens dämmerte und wir Maistreiche machen konnten.
Bei uns 8 - 12jährigen beschränkte sich das damals auf Autos in Klopapier einwickeln, Zahnpasta unter Autotürengriffe schmieren und Türmatten vertauschen. Wenn wir ganz mutig waren, haben wir mal eine nicht weggeräumte Regentonne drei Strassen weiter aufgestellt.
Nichtsdestotrotz schmiedeten wir schon Tage vorher Pläne. Als ich mir im Vorfeld des grossen Tags mal wieder überlegte, was denn ein super Streich wäre, gab mir meine Mutter den grandiosen Tipp, den Baum unserer Nachbarn mit vielen bunten Schleifchen zu verzieren. Treudoof wie ich war zog ich abends also tatsächlich mit einem Körbchen voller ausrangierter Geschenkbändel los und band sie um die Zweige. Wie cool meine Freunde das fanden, können Sie sich ja vorstellen, und beim Gedanken an ihr Gelächter werde ich heute noch ein bisschen rot. Danke, Mama, echt! 
"Die Grossen", also die Teenager unseres Dorfes, brachten da schon ganz andere Sachen. Da wurden Schaukelgestelle auf Garagendächer verfrachtet, Brunnenfiguren verkleidet und Brunnen mit Spülmittel in Schaumbäder verwandelt (ökologisch bedenklich, ich weiss. Aber he, es waren die 80er!). Einmal haben die sogar die kompletten Terrassentische und -stühle (diese Stühle, an denen man mit nackten Beinen immer klebenblieb) unseres Fussballclubs inclusive Sonnenschirmen und Blumendekoration am anderen Ende des Dorfes auf dem Garagendach meines Onkels aufgebaut.
Der Morgen des 1. Mais war dann besonders spannend: was hatten "die Grossen", wieder alles angestellt? Welcher Streich war so gut gelungen, dass er es am 2. Mai in den Lokalteil der Zeitung schaffen würde? Welches Mädchen hatte ein Maibäumchen gesteckt bekommen? Und vor allem von wem?
Als ich dann im Teenageralter war, fanden zumindest wir Mädels es plötzlich spannender, am 30. April in den Mai zu tanzen. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, jemals aktiv an gross angelegten Maistreichen beteiligt gewesen zu sein. Vielleicht starb die Tradition auch damals schon langsam aus. 
Heute konnte ich in unserem Dorf keinen einzigen Maistreich entdecken.
Schade, eigentlich.

Samstag, 28. April 2012

Guten Appetit!

Gerade surfte ich etwas ziellos durchs Internet, weil die gleich zu verzierenden Rotweinmuffins erst noch auskühlen müssen. Dabei kam ich auf die Wikipedia-Seite, auf der ich mir unter "Schon gewusst?" gerne etwas unnützes Wer-wird-Millionär-Wissen anlese. 
Heute fand ich da etwas ziemlich ekelhaftes, nämlich einen Beitrag über eine chinesische Spezialität, Tong zi dan genannt. Das sind Vogeleier, die etwa einen Tag lang im Urin von Kindern gekocht werden. Der Urin sollte vorzugsweise von kleinen Jungs unter 10 stammen und wird in Schulen gesammelt. 
Wie eklig ist das denn bitte?!? Klar, andere Länder, andere Sitten, und was für den einen den Gourmethimmel bedeutet, ist für den anderen ein Brechmittel. 
Aber das kommt mir nun doch sehr unhygienisch vor! Und kommen Sie mir nun bitte nicht mit "Urin ist eine sterile Flüssigkeit". Ja, ist er prinzipiell schon. Während er sich in der Harnblase befindet. Irgendwie muss der aber auch da raus, und ich glaube kaum, dass man den kleinen Jungs in den Schulen der Stadt Dongyang beibringt, wie man Mittelstrahlurin gewinnt. Und selbst wenn: halten sich kleine chinesische Jungs an solche Vorgaben? 
Wie auch immer, ich werde mir den Namen dieser Spezialität jedenfalls sehr, sehr gut einprägen. Sollte ich jemals in China Tong zi dan angeboten bekommen, kann ich dann nämlich ablehnen!

Freitag, 20. April 2012

Freitagsfüller #2


Hier im richtigen Leben passiert gerade ziemlich viel, das ist auf eine gute und manchmal auch anstrengende Art sehr schön. Allerdings ist überhaupt nichts davon spruchreif, und da ich nicht über ungelegte Eier bloggen mag, gibt es eben mal wieder einen...


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1. Meine Nachbarn laufen vom frühen Morgen bis tief in die Nacht die Treppen rauf und runter. Mit Holzclogs. Mindestens. Wenn ich sie nicht höre, mache ich mir Sorgen!

2.  Der Teebereiter, die Nudelmaschine, mehrere Kaffeethermobecher und ein handgeflochtener Obstkorb aus Afrika (für 49 Euro!) waren ein Fehlkäufe..es ist eben immer gefährlich, im Z.n. Nachtdienst shoppen zu gehen. Inzwischen gehe ich an solchen Tagen nur noch auf den Wochenmarkt, das senkt das Fehlkauf-Risiko drastisch. 

3. Es hört sich vielleicht komisch an, aber ich ging immer gerne zur Schule.

4. Volle Supermärkte ohne Tageslicht sind mir manchmal  zuviel.

5. Ich habe immer gedacht, ich hätte keine Grenzen. Habe wohl doch welche.

6. The Vicar of Dibley und Jam and Jerusalem finde ich total witzig.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Lieblingsbasler, morgen habe ich den Besuch einer Housewarming-Party (zwischen 16 und 22 Uhr...die spinnen, die Schweizer!) geplant und Sonntag möchte ich ins Thermalbad !

 Die Idee ist von hier. Vielen Dank für die Anregungen und ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 12. April 2012

Selbstbeantwortende Frage

Die Titelmelodie der "Sendung mit der Maus" ertönt und ich springe hektisch auf und fische mein Handy aus der Handtasche. Eine mir unbekannte Münchner Nummer ruft an. 

"Ja, hallo?"

"Guten Abend, mein Name ist Herr XY von Infratest dimap. Wir machen eine Umfrage zum Thema Zufriedenheit mit dem Mobilfunkanbieter. Ihre Nummer wurde zufällig ausgewählt, und ich betone, es handelt sich nicht um eine Werbeaktion. Würden Sie mir freundlicherweise einige Fragen beantworten?"

Mache ich ja eigentlich nie. 
Aber weil ich zum einen gut drauf bin und zum anderen Infratest für seriös halte (das sind ja schliesslich die mit der "Sonntagsfrage" für die ARD!) frage ich vorsichtig: "Wie viele Fragen sind das denn genau?"

Dann höre ich nichts mehr. 

Ein Blick auf mein Display zeigt an, dass ich kein Netz mehr habe. Das passiert bei dem Ja-is´-denn-heut´-schon-Weihnachten-Handyanbieter hier im ländlichen Gebiet gerne mal, vor allem wenn ich im Erdgeschoss bin und es draussen regnet. 

Tja, damit hat sich die Frage zu meiner Zufriedenheit mit meinem Mobilfunkanbieter eigentlich beantwortet. 
Schade nur, dass der Herr XY mich jetzt bestimmt für eine unhöfliche Auflegerin hält...

Montag, 2. April 2012

Bilderrätsel

Heute überflog ich einen Prospekt der berühmten deutschen Discounter-Brüder. Auf der letzten Seite befand sich Werbung für Urlaubsreisen, die der Discounter nun wohl auch anbietet. Mein Blick fiel auf folgendes Bild, und irgendwie blieb der Blick hängen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch gerne den Ausblick hätte, der sich der Dame da bietet: irgendetwas störte.


Ich kam zuerst nicht wirklich drauf. Klar, der Pareo ist schreiend bunt sehr farbenfroh, aber das ist ja Geschmackssache. Nein, unter dem Pareo ist nicht nichts, da ist ja ein Bikini. Wo also ist der Fehler? Und plötzlich hatte ich es:



Was bitte macht dieser Seestern da? Habe ich da ein neues Trend-Accessoire verpasst? Ist das denn angenehm, so eine Mercedessternattrappe über der LWS? Lumbalstern statt Lendenraute? Falls Sie wissen, was das soll: bitte klären Sie mich auf!

Freitag, 30. März 2012

Freitagsfüller, die Erste!

Hier gibt es heute eine Premiere! Meine "das hatte ich schon lange vor, hab´s aber noch nicht erledigt"-Liste wird um einen Punkt kürzer, denn heute fülle ich das erste Mal den Freitags-Füller aus! Bisher habe ich immer sehr erfolgreich erst samstags wieder daran gedacht, dass ich ja eigentlich mal...egal, heute klappt´s! Die Vorlage gibt es hier, und daran erinnert habe ich mich da.


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1. Das Leben ist mir manchmal ein Rätsel, prinzipiell aber schön!

2. Spargel mit neuen Kartoffeln schmeckt für mich wie Frühling.

3. Meine Osterdeko ist bisher noch nicht existent, vielleicht ändert sich das ja auf dem Ostermarkt am Sonntag.

4. Das Geschenk für meine liebste Studienfreundin, die im Januar Geburtstag hatte, wird es jemals fertig werden? Es muss einfach, denn nächsten Donnerstag treffen wir uns endlich mal wieder :-)

5. Ich könnte jetzt gerade schlafen (geht immer) oder Spargel essen (geht auch immer).

6. Niemand ist immer an meiner Seite. Jedenfalls nicht, wenn man es ganz wörtlich nimmt.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Lesen der frisch ausgeliehenen Bücher, morgen habe ich einen Kaffee- und Kuchen-Besuch bei meiner Schwester und dem Boxer geplant und Sonntag möchte ich die Sache mit der fehlenden Osterdeko angehen.

Geht doch!

Neulich hatte ich mich hier ein bisschen beschwert, weil ich den Giraffenhals ja im Prinzip ganz nett fand, den Handlungsstrang aber doch schmerzlich vermisste.
Auf "Der Geschmack von Apfelkernen" von Katharina Hagena hatte ich mich ähnlich lange gefreut wie auf die Giraffe. Immer wieder sah ich das Buch in Buchhandlungen oder den Regalen von Freunden stehen, und jedes Mal nahm ich mir vor, es jetzt "aber wirklich bald mal" zu lesen. Denn schon den Einband finde ich ganz entzückend. Mit schön gelayouteten (wie lautet denn hier bitte das korrekte Verb?) Büchern kriegt man mich ja immer. Das Auge liest mit, oder?
Gestern war es dann so weit: ich schlug die erste Seite auf und war sofort drin in der Geschichte. Und die kam so daher, wie ich es gerne habe, denn ich mag weder Geschichten, die spätestens ab Seite drei vorhersehbar sind, noch Geschichten, die mir auch auf der letzten Seite noch grössere Rätsel aufgeben. Hier ist das Erzähltempo perfekt, Schritt für Schritt werden (Familien)Geheimnisse gelüftet, so dass man einfach weiterlesen muss. Wenn ich nicht gegen 01:30 Uhr dann doch etwas müde geworden wäre, hätte ich das Buch vermutlich in einem Rutsch gelesen. So wurden es zwei. Sehr schön!

Iris, eine Bibliothekarin aus Freiburg, erbt das Haus ihrer Grossmutter Bertha. Das alte Haus mit dem verwilderten Garten steht ganz am anderen Ende Deutschlands, und zunächst weiss Iris nicht, ob sie es überhaupt behalten will. Sie verbringt einige Tage im Ferienhaus ihrer Kindheit, weckt alte Erinnerungen und erfährt Neues über Bertha. Am Ende weiss Iris, was sie mit dem Haus anstellen möchte. Wir wissen, welche Frau Funken aus den Fingern schütteln konnte und wer seinen Apfel mitsamt den Kernen ass.